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Herzliche Einladung zum diesjährigen Ökumenischen Schweigegang:Kirchen in Köln setzen Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn

Das Katholische Stadtdekanat Köln, der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region rufen gemeinsam zu einem ökumenischen Schweigegang am Donnerstag, dem 05. November 2026 auf.
Datum:
5. Nov. 2026

Anlass ist der Jahrestag der Pogromnacht vom 09. November 1938. Mit dem gemeinsamen Gang durch die Kölner Innenstadt soll ein Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit mit den jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn gesetzt werden, die weiterhin von Antisemitismus betroffen sind. 
Der Schweigegang beginnt um 18 Uhr am Jüdischen Museum an der Kreuzung Obenmarspforten / Unter Goldschmied und führt zur Synagoge an der Roonstraße 50. Dort endet der Gang gegen 19.30 Uhr. 
„In Krisen kommt es darauf an, zusammen zu stehen und für Menschlichkeit einzutreten. Es ist eine Krise, wenn unsere jüdischen Nachbarinnen, Nachbarn und Freunde Angst davor haben, in unserer Gesellschaft angefeindet zu werden, und dass antisemitische Straftaten zunehmen“, sagt Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. „Wir stehen als Kirchen und als Kölnerinnen und Kölner an ihrer Seite und wehren uns entschlossen und sichtbar gegen die Verharmlosung des Antisemitismus und die Gleichgültigkeit gegenüber antisemitischen Äußerungen in Schulen und Schmierereien an Hauswänden.“ 
„Am 5. November gehen wir wieder gemeinsam mit unseren Kerzen durch Köln. Wir schweigen und wollen doch etwas sagen: Jüdisches Leben gehört in unsere Mitte. Antisemitismus und Judenhass dürfen bei uns keinen Platz haben“, sagt Msgr. Kleine, der Kölner Stadtdechant. „Unser Licht steht für unsere Verbundenheit mit unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern – und ist zugleich ein Zeichen für unsere Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten, in dem Israelis und Palästinenser sicher und frei leben können. Wir tragen unser Licht durch die Dunkelheit, weil wir glauben: Die Hoffnung darf nicht verlöschen.“ 
 
„Als Christen:innen müssen wir aufstehen, uns zeigen und laut vermitteln, dass jüdische Mitbürger:innen ein selbstverständlicher Teil unseres gesellschaftlichen Miteinanders sind. Diese Gewissheit muss für sie erfahrbar werden durch unser klares Einstehen“, so Monika Kleine, die stellvertretend für den Katholikenausschuss in der Stadt Köln teilnimmt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen schweigend und mit brennenden Kerzen durch die Straßen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Gedenken an die Opfer von Krieg und Terror sowie die Solidarität mit den jüdischen Menschen in Köln. Auf Reden wird bewusst verzichtet. Die Veranstalter bitten zudem darum, keine Transparente und Fahnen mitzuführen. 
Zum Mitgehen eingeladen sind Einzelpersonen, Gemeinden, Organisationen, Initiativen und Gruppen aus Köln und der Region. Die Veranstalter freuen sich, wenn der Aufruf weiterverbreitet und der Schweigegang so unterstützt wird. Der Schweigegang wird von Kirchen, gesellschaftlichen Organisationen und Netzwerken sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft unterstützt. Die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer wird laufend aktualisiert (www.oekumenischer-schweigegang.de). 
Mit dem gemeinsamen Schweigen wollen die Veranstalter zugleich ein Zeichen in die gesamte Stadt- gesellschaft hineinsetzen: für die Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht, gegen Antisemitismus und für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben. 


Termin auf einen Blick 
Ökumenischer Schweigegang zum Jahrestag der Pogromnacht 
Donnerstag, 05. November 2026, um 18 Uhr 
Start: Jüdisches Museum, Kreuzung Obenmarspforten / Unter Goldschmied, Köln 
Ziel: Synagoge, Roonstraße 50, Köln 
Ende: gegen 19.30 Uhr 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, schweigend mitzugehen und keine Transparente oder Fahnen mitzuführen. 


gez.     
Msgr. Robert Kleine   
Stadtdechant
   
gez.     
Dr. Bernhard Seiger   
Stadtsuperintendent  
 
gez.  
Monika Kleine
Katholikenausschuss in der Stadt Köln