Gedenkgang Peter und Paul
Gedenkgang Peter und Paul
Gedenkgang Peter und Paul
Gedenkgang Peter und Paul
Gedenkgang Peter und Paul
Gedenkgang Peter und Paul
Edith-Stein-Denkmal am Börsenplatz in Köln
Edith-Stein-Denkmal am Börsenplatz in Köln

Erinnerungsspuren - Ein Video zu dem Ökumenischen Stadtgang Peter und Paul

Am 29. Juni 1943 wurde Köln von dem folgenschwersten Luftangriff im 2.Weltkrieg getroffen (Peter- und Paul Angriff). Tausende verloren ihr Leben, Zehntausende ihr Hab und Gut, die Innenstadt war fast vollständig zerstört. Seit Jahren lädt der Katholikenausschuss in der Stadt Köln zu einem Ökumenischen Stadtgang ein, der in Führungen mit Günter Leitner und mit spirituellen Impulsen von Rainer Thelen und Pfarrer Armin Beuscher an die bitteren Kriegsjahre und die Sehnsucht nach Frieden in Köln erinnert.

Über den Button Erinnerungsspuren gelangen Sie sofort zum Video!

 

Beeindruckende Erlebnisse bei dem ökumenischen Gedenkgang Peter und Paul

Rückblick auf den ökumenischen Gedenkgang im Juli 2021

Viele Teilnehmende fanden sich im Vorhof von St. Andreas am 4. Juli zusammen, um gemeinsam zum ökumenischen Stadtgang 2021 aufzubrechen. Ausgehend von den beeindruckenden Kirchenfenstern, die Markus Lüpertz in St. Andreas geschaffen hat, führte der Stadtgang unter der Leitung von Stadtführer Günter Leitner, zum Gedenken an den Peter-und-Paul-Angriff auf Köln im Jahr 1943, weiter über das Haus der deutschen Arbeitsfront und das Bankhaus Oppenheim in das Maternushaus.
Hier schilderte die 90 jährige Zeitzeugin Paula Hiertz der sehr interessierten Gruppe, sehr beeindruckend und lebhaft ergreifend, ihre Erlebnisse im Zusammenhang mit dieser Schreckensnacht in Köln.
In  St. Gereon mit der Friedenstaube auf einem der Strebebögen der Kirche erinnerte dann Günter Leitner an den Brand in der Kirche, die bei diesem Angriff zerstört wurde. Pfarrer Armin Beuscher und Rainer Thelen, Vertreter des KA, beteten dort das Friedensgebet von Coventry, das mit den Worten „Lass Frieden unser Herz erfüllen, unsere Erde und das All“ schließt.

Abschluss des Stadtgangs waren Besuche am Denkmal von Edith Stein am Börsenplatz und dem Löwenbrunnen auf dem Erich-Klibansky-Platz.

 

Ökumenischer Stadtgang Peter und Paul 2020 durch Ehrenfeld

Im Jahr 2020 war der ökumenische Gedenkgang auf Spurensuche in Köln-Ehrenfeld unterwegs mit Stopps an 4 Stationen:

1) Am Ort der ehemaligen Ehrenfelder Synagoge an der Körnerstr., die bereits in der Pogromnacht 1938 in Brand gesteckt worden war, wurde 1942 ein Hochbunker errichtet. Eine Zeitzeugin, selbst Teilnehmerin am Stadtgang, berichtete sehr eindrucksvoll von dort erlebten Bombennächten und deren Folgen. Auch wusste sie davon zu erzählen, unter welch bedrückenden und erbärmlichen Umständen sie in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg dort im überfüllten Bunker jahrelang wohnen mussten.

2) Am Bf. Ehrenfeld beschrieb der Stadtführer Günter Leitner vor dem Mahnmal für die Edelweißpiraten das Wirken und die Rolle dieser Jungendorganisation in der Zeit des Nationalsozialismus, die keineswegs unumstritten war, in vielen Details und anhand etlicher Beispiele. Nicht unwesentlich war in seiner Schilderung die Tatsache, dass 2005 der damalige OB Jürgen Roters festgelegt hat, Edelweißpiraten als Widerstandsgruppe einzuordnen.

3) In der Friedenskirche erläuterte Pfr. Armin Beuscher die Biographien von zwei dort tätigen Christen mit jüdischen Wurzeln: Ernst Flatow, der aus dem Dienst „wegen seines jüdischen Aussehens“ als Krankenhausseelsorger entlassen worden war und in der Folge in das Warschauer Ghetto verbracht wurde und der Kirchenmusikerin Lilli Wieruszowski, der zwar die Flucht in die Schweiz gelang, die dort aber weitgehend mittellos ihr weiteres Leben fristete.

4) In der Mechternkirche, in der der Gedenkgang mit einem Segen endete, kamen abschließend nochmals persönliche Erinnerungen an die Folgen der Bombennächte und damit verbundene Gefühle und auch Ängste zur Sprache, die auf die Betroffenen auch heute noch bedrückend wirken.

Zur Begrüßung am Bunker hatte Rainer Thelen vom Vorstand des Katholikenausschusses die folgenden Worte des Psalms 54 gesprochen: „Gott, erhöre mein Gebet, vernimm die  Rede meines Mundes. Denn Stolze erheben sich gegen mich, und Gewalttäter trachten mir nach dem Leben; sie haben Gott nicht vor Augen.“

So werden wir auch im Jahr 2021 wieder zu einem Gedenkgang um den Festtag Peter und Paul Ende Juni einladen. Die Vorbereitungen laufen.

Weitere Informationen können Sie auch dem Flyer des Stadtgangs entnehmen.