Bestattungskultur
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Der Katholikenausschuss setzt sich ein für würdige Bestattungen

7. April 2019 Bestattung totgeborener Kinder auf dem Friedhof Sonderburger Straße in Köln-Mülheim

„Schon im Mutterleib ruft Gott dich beim Namen und sagt: 'Du gehörst zu mir!' Er kennt dich durch und durch." 
Der Vorsitzende des Katholikenausschusses Gregor Stiels betonte in seiner Ansprache, dass aus dieser liebevollen Zusage Gottes eine besondere Verantwortung für uns Christen erwächst. Nach dem Familiengottesdienst in der Liebfrauenkirche in Köln-Mülheim hat die Bestattung totgeborener Kinder stattgefunden. Damit hat der Katholikenausschuss, unterstützt und begleitet von der Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius und dem Bestattungshaus Christoph Kuckelkorn, trauernden Familien einen Ort der Trauer und des Trostes geschaffen. In einer Prozession wurde die Urne von der Liebfrauenkirche, über den Wiener Platz, zum Friedhof Sonderburger Straße gebracht. Katholikenausschuss und Mitglieder der Gemeinde begleiteten die Urne auf diesem Weg. Pfarrer Wagner fand tröstende Woche zur Aussegnung am Grab.

Bestattung von Menschen ohne Angehörige

In Köln sterben in jedem Jahr annähernd 700 Menschen, um deren Bestattung sich weder Verwandte noch Freunde kümmern (können). Das Ordnungsamt versucht zu ermitteln, ob es Verwandte gibt, und das Amt stellt sicher, dass gleichzeitig Bestattungsfristen eingehalten werden. Ein würdiger und ethisch korrekter Umgang mit dieser nicht einfachen Situation ist dem KA wichtig - dazu ist der Vorstand in regelmäßigem Kontakt mit der Leitung des Kölner Ordnungsamtes.
Aktiv unterstützt der KA auch pfarrliche Initiativen der Begleitung von "einsamen" Beerdigungen.

Grabstätte für obdachlose Menschen

Seit 1997 gibt es ein besonders Gräberfeld auf dem Kölner Südfriedhof, auf dem obdachlose Menschen beigesetzt werden. Dieses Gräberfeld wird durch Bürgerspenden und mit Hilfe des KA erhalten und gepflegt.

Stellungnahme des Katholikenausschusses in der Stadt Köln zum würdevollen Umgang mit der Asche Verstorbener vom 3. November 2014:
Die würdige Bestattung Verstorbener – unsere Bestattungskultur – ist dem KA ein wichtiges Anliegen.
Presseinformationen über die in der Stadt Köln bei Kremationen wohl übliche Praxis, metallische Implantate aus der Asche der kremierten Verstorbenen zu entnehmen und zu veräußern, sind in jüngster Zeit in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gelangt.

Wir fordern dringend eine Abkehr von der bisher geübten Praxis!

Aus der Sicht des KA muss für die Entscheidungsträger zwingend gefordert werden, zwischen dem Interesse an der körperlichen Integrität des Verstorbenen und der damit verbundenen emotionalen Bindung seiner Angehörigen einerseits und den technischen Möglichkeiten und Zwängen bei der Kremierung andererseits einen akzeptablen Konsens zu finden.
Bewusst beim Verstorbenen hinterlassene persönliche Objekte und Implantate (z. B. Eheringe, Schmuck, Zahngold u. ä.) müssen bei der Kremierung in der Asche verbleiben und der Urne zugeführt werden.
Metallische Objekte, die auf Grund ihrer konstruktionsbedingten Größe nicht in der Urne Platz finden können, dürfen mit einer angemessenen Information der Angehörigen von der Asche des Verstorbenen getrennt und einer Verwertung zugeführt werden.

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KA fordert und fördert gesetzliche Regelungen zur Bestattung totgeborener Kinder

Im Bestattungsgesetz der Länder ist eine Bestattungspflicht für totgeborene Kinder nicht vorgeschrieben aber erlaubt. Das Bestattungsgesetz NRW ist soweit gegangen, Einrichtungen (wie Krankenhäuser mit geburtshilflichen Stationen) zu verpflichten, totgeborene Kinder würdevoll zu bestatten, wenn sich die Eltern nicht um eine Bestattung kümmern. Die Durchführung der Verpflichtung ist meistenteils von der Initiative der jeweiligen Krankenhausseelsorge abhängig. Die Seelsorger des St. Vinzenzhospitals, der Universitätsklinik und des Krankenhauses der Augustinerinnen haben in Kooperation mit der Stadt Köln ein Grabfeld auf dem Kölner Nordfriedhof eingerichtet. Der Katholikenausschuss beobachtet und fördert die Entwicklung und steht in Verbindung mit der Bundesgesundheitsministerin.