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Trennung - Scheidung - Neubeginn - Rückblick auf den Gottesdienst vom 5. November 2021

Sichtbar berührt waren die Frauen und Männer, die sich am Freitag, 5. November zum abendlichen Gottesdienst in St. Kolumba eingefunden hatten.  "Neuen Halt finden" - für Menschen nach Trennung oder Scheidung - das ist der Leitgedanke des Gottesdienstes, den der Katholikenauschuss in Verbindung mit der katholischen Ehepastoral bereits seit 10 Jahren regelmäßig anbietet. 

Die Kolumba-Kapelle ist bewußt gewählt als symbolträchtiger Ort. Nach der Kriegszerstörung der großen Kirche blieb die "Madonna in den Trümmern" stehen. Sie steht nun im Zentrum der neu um sie herum gebauten Kapelle und gibt ihr den Namen. Altes ist in kreativer Weise in Neues integriert.

Der Gottesdienst nimmt in Gebeten, biblischen Texten und der Predigt die Gefühle auf, die Menschen bewegen im Blick auf das Scheitern der einstmals liebevollen Beziehung, spricht von Gottes Nähe und Stärkung gerade in schweren Zeiten. Und es geht um Segen für das Wagnis neuer Wege und Aufbrüche.

Im aktuellen Gottesdienst stand die biblische Geschichte von Petrus, der in stürmischer Nacht es wagt, auf dem Wasser Jesus entgegen zu gehen. Als er den Mut verliert und unterzugehen droht, reicht Jesus ihm die Hand mit den Worten "Fürchte dich nicht, hab Vertrauen." Diese Gedanken wurden auch aufgegriffen in einer Interpretation des Psalms 23, den alle gemeinsam als Abschluss beteten. Die Karte mit dem Text konnten alle mit nach Hause nehmen. Ein meditatives Geigenspiel zu Beginn und Ende lud dazu ein, Gehörtes und Erlebtes zu vertiefen.

 

Am Gottesdienst nahm eine evangelische Vikarin teil, die eigens aus Norddeutschland angereist war, weil sie ihre Examensarbeit über diese besondere Gottesdienstform schreibt. Sie hatte sich vorab informiert und blieb auch im Anschluss zu einem längeren Gesprächs-Austausch mit Regina Oediger-Spinrath und Ingrid Rasch, die den Gottesdienst gestalteten.