Im Gedenken an die große Kölner Widerstandskämpferin Freya von Moltke (1911-2010) schreiben der
Evangelische Kirchenverband Köln und Region und der Katholikenausschuss in der Stadt Köln erstmalig den
Freya von Moltke-Preis aus.
Bewerbungen und Nominierungen sind bis zum Samstag, 17. Oktober 2026 über die Homepage
www.freya.koeln möglich.
Der Preis richtet sich an junge Menschen, die Projekte in Köln oder Umgebung im Bereich Partizipation und
zivilgesellschaftlichem Engagement realisieren.
So können beispielsweise Projekte oder Arbeiten zu folgenden Themenbereichen eingereicht werden:
Wem es gelingt, auf solche Weise, oder auch in der akademischen Auseinandersetzung an dem Gedenken
an Freya von Moltke mitzuwirken, der sollte sich unbedingt bewerben.
Ausgelobt wird ein Preisgeld von 1.000,00 Euro und eine Reise nach Kreisau.
Flyer
Homepage: www.freya.koeln
Passender konnte das Datum nicht sein: Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung und des Friedens vor nunmehr 80 Jahren, hatten Katholikenausschuss und Diözesanrat die Freude, die erneuerte Stele zum Gedenken an Freya von Moltke der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Die Erneuerung war erforderlich geworden, nachdem die Stele an dem stark frequentierten Durchgang am Deichmannhaus beschädigt worden war. Das neue Material der Stele ist nun bruchfest und quasi unzerstörbar.
In mehreren Redebeiträgen erinnerten Hannelore Bartscherer, Norbert Michels, Walter Ludwigs und Georg Dietlein an Dr. Freya Deichmann, verheiratete von Moltke (1911 - 2010). "Der Name Freya von Moltke muss uns sofort präsent sein, wenn es gilt, Nein zu sagen zu Unrecht und Ungerechtigkeit, und Unterschiede nicht als Trennung, sondern als Chance wahrzunehmen", betonte Hannelore Bartscherer vom Arbeitskreis Freya von Moltke. Aus diesem Grund verleihen Katholikenausschuss und Evangelische Kirche in Köln und Region im kommenden Jahr erstmalig den Freya von Moltke-Preis an junge Menschen, die sich um die Ideen der Widerstandskämpferin bemühen.
Die Kölnische Rundschau und die Kölner Kirchenzeitung haben berichtet.
rundschau-online
Schon seit Jahren setzt sich der KA dafür ein, das Andenken an die Kölnerin Freya von Moltke, geb. Deichmann, lebendig zu halten. Nun ist die lange gehegte Idee eines Freundes- und Förderkeises Wirklichkeit geworden, nachdem sich im Oktober 2014 Vertreterinnen und Vertreter der Kölner Stadtgesellschaft auf den Weg nach Kreisau (Niederschlesien/Polen) gemacht hatten, um sich dort auf die Spuren der Freya von Moltke zu begeben.
Auf der vom Diözesanrat und KA organisierten Reise wurde die Idee eines Freundes- und Förderkreises geboren. Aufgabe des Kreises soll es sein, nicht nur das Andenken an Freya von Moltke zu wahren, sondern auch das Gut der Familie Moltke in Niederschlesien als Begegnungsstätte weiter zu fördern. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen durch die Angebote dieser Einrichtung angesprochen werden. Freya von Moltke steht gemeinsam mit ihrem Mann und anderen Frauen und Männern für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.