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Anfahrtsbeschreibung

Der Arbeitsbericht des KA "Gesagt - getan" für das Jahr 2018

Termine

Kirche.Tanzt 2020
24.10.2020 - Die Veranstaltung für tanzbegeisterte Menschen jeden Alters, mit und ohne Handicap

Sonst noch ...

Podiumsgespräch zur Kremierung
29.12.2017 - KA und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region hatten eingeladen zum Thema "Umgang mit der Asche verstorbener Menschen".
Gemeinsam gegen Antisemitismus
19.11.2017 - Gesammelte Aufmerksamkeit und betroffene Stille im abendlichen Einkaufstrubel -

Abschieben statt Hierbleiben?“ am 24.01.2020 in Köln

Unter dieser Fragestellung veranstaltete das Bündnis Köln zeigt Haltung in der Melanchthon-Akademie Köln eine Fachtagung zum neuen Aufenthaltsrecht, welches am 22. August 2019 trat in Kraft trat, mit dem nach dem Willen der Bundesregierung und Bundestagsmehrheit, insbesondere Abschiebungen erleichtert werden sollen.

Das Bündnis aus Willkommensinitiativen, zivilgesellschaftlichen Vereinen und Initiativen, kirchlichen und religiösen Organisationen, Gewerkschaften und vielen Engagierten in der Flüchtlingsarbeit, das sich 2018 mit dem Ziel einer humanen und menschenrechtsorientierten Asyl und Integrationspolitik gebildet hatte, wollte mit dieser Fachtagung auf die Probleme, Schwachstellen sowie nach Auffassung der Veranstalter*innen europa- wie menschenrechtswidrige Regelungen des neuen Aufenthaltsrechts aufmerksam machen und über die Praxis von Aufnahme und Integration diskutieren. Wesentlich dabei war die Frage, was auf örtlicher Ebene im Interesse der Schutzsuchenden getan werden kann und muss.

Die Neuregelungen haben gravierende Auswirkungen für die betroffenen Schutzsuchenden in Köln und für alle, die ihnen eine sichere Bleibe geben wollen. Weitere Regelungen besonders zur Arbeit und Ausbildung ab dem 1. Januar 2020 erschweren die Aufnahme von Ausbildung und Beschäftigung.

 

Die Eröffnungsrede hielt Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Geflüchtete und Integration des Landes NRW. Ihm folgen Rechtsanwalt Michael Heim und Birigt Naujoks (Geschäftsführerin des Flüchtlingsrat NRW e.V.). In anschließenden Workshops konnten die Themen „Recht des Aufenthaltes“, „Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung“,“ Abschiebung“ sowie „Hierbleiben“ diskutiert werden.
Dr. Joachim Stamp fordert einen Mentalitätswandel in den Ausländerbehörden, um Bleiberechtsmöglichkeiten soweit es geht umzusetzen. Außerdem appelliert er an die Verantwortung der Kirchen und die europäische Solidarität: „Wir haben keine Chance, wenn wir in Europa als Deutschland alleine handeln, auch in Bezug auf das Kirchenasyl.”

Michael Heim erklärte eindrücklich, dass das Migrationspaket eine tendenzielle Entrechtung eines bestimmten Personenkreises bedeute. Es sei ein extremer Eingriff auf die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte einer Person. Birgit Naujoks zufolge, werde es durch das Migrationspaket Menschen erschwert, die tatsächlichen Gründe für ein Asyl vorzubringen und durchzusetzen.
Auf dem abschließenden Podium diskutierten Dagmar Dahmen, Ministerium für Kinder, Familie, Geflüchtete und Integration des Landes NRW, Ossi Hellling (Rom e.V.), Claus-Ulrich Prölß (Kölner Flüchtlingsrat e.V.) und Prof. Dr. Susanne Spindler (AG Bleiben) über die Perspektiven der Kölner Integrationspolitik.

Den Abschluss bildete die Formulieren von Wahlprüfsteinen im Hinblick auf die Kommunal- und Integrationsratswahlen am 13.09.2020 durch Marianne Arndt (Wiku-Mülheim) und Chiara Battaglia (Aktion Neue Nachbarn).

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