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Anfahrtsbeschreibung

Der Arbeitsbericht des KA "Gesagt - getan" für das Jahr 2018

Termine

Werkgespräch
"Mit Blick auf ..."
06.11.2019 - Jeden ersten Mittwoch im Monat, 18 bis 19 Uhr, Unkostenbeitrag € 5,- oder eine gültige Jahreskarte
Regionaltage für Pfarrgemeinderäte im Erzbistum Köln
08.02.2020 - "Da Geht was" - Regionaltage für Pfarrgemeinderäte im Erzbistum Köln Was? Wie? Wo? Wozu?

Sonst noch ...

Podiumsgespräch zur Kremierung
29.12.2017 - KA und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region hatten eingeladen zum Thema "Umgang mit der Asche verstorbener Menschen".
Gemeinsam gegen Antisemitismus
19.11.2017 - Gesammelte Aufmerksamkeit und betroffene Stille im abendlichen Einkaufstrubel -

Ansprache zur Eröffnung des Baptisteriums
am 03. April 2016

Sehr geehrter Herr Dompropst,
Sehr geehrte Herren und Damen,

im 2009 veröffentlichten Buch „Das Baptisterium am Dom - Kölns erster Taufort“ steht sinngemäß im Vorwort: „Es gibt die feste Absicht aus dem vergessenen, verdrängten Ort des Baptisteriums einen ganz besonderen Anziehungspunkt werden zu lassen. Als Glaubensort, als historisches Monument, als städtebauliche Attraktion.“ Für dieses Ziel hatte sich im Herbst 2006 die Arbeitsgemeinschaft Baptisterium, kurz ArGE Bap“, gegründet: Als Arbeitskreis im Katholikenausschuss, dem ein Vertreter der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christliche Kirchen), der evangelische Stadtkirchenverband, ein ehemaliger Stadtkonservator und die Dombaumeisterin angehörten. Das ist fast zehn Jahre her und heute dürfen wir feiern, denn aus der festen Absicht ist Wirklichkeit geworden. Wir haben die Einweihung eines ganz besonderen Anziehungspunktes unserer Stadt Köln erleben dürfen. Dafür allen, die heute - aber auch in den vergangenen zehn Jahren beteiligt waren - zunächst einmal ganz herzlichen Dank.

Zehn Jahre, um aus einem Unort eine Umgebung für das älteste bauliche Zeugnis frühen Christentums in Köln und des Rheinlands würdig und angemessen zu gestalten.
Ja, wir haben uns Zeit genommen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch wenn die Umgebung draußen immer noch nicht ganz vollendet ist: Das eigentliche Baptisterium präsentiert sich so, dass der Anspruch des besonderen Ortes erfüllt ist. Für Köln selbst, aber auch für alle anderen Besucherinnen und Besucher ist ein neues touristisches Highlight entstanden.

Aber dieser Ort ist viel mehr. Für alle Christinnen und Christen stehen wir an einem Platz, der in der Taufe das, wie es das II. Vatikanum vor 50 Jahren festlegte, sakramentale Band der Einheit aufzeigt. Genau deshalb waren wir in ökumenischer Verbundenheit in der ArGe Bap bemüht, diesem altchristlichen Taufort seine Bedeutung und Würde zu geben. In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein dieses Ortes nicht nur gewachsen, sondern ganz konkret auch spür- und messbar. Viele Gruppen von Taufbewerbern, Firmlingen, aus Gemeinden haben zunehmend gerne das Angebot wahrgenommen hierhin zu kommen. Beeindruckende Taufgedächtnisgottesdienste sind hier schon gefeiert worden. Ich persönlich erinnere mich an die ganz besondere Stunde mit dem verstorbenen Stadtdechanten Prälat Johannes Bastgen, der mit dem Vorstand des Katholikenausschusses hier Tauferinnerung feierte. Das soll und, davon bin ich überzeugt, wird so weitergehen. Hier die je eigene Berufung in der Taufe entdecken und entfalten, an einem Ort der in seiner Entstehungszeit noch ungeteilten Christenheit. Denn auch dies bietet sich hier im Baptisterium als Chance und Anreiz nicht das Trennende sondern das Gemeinsame zu entdecken, zu vertiefen und zu feiern.

Wir als ArGe Bap danken der Stadt für die Unterstützung der letzten Jahre, dem Architektenteam, dem Künstler Micha Kuball, allen, die mit zur Finanzen beitrugen und dem verantwortlichen Metropolitankapitel.
Auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllbar war: Das Ergebnis spricht für sich und von der Idee bis zur Vollendung sind eine Dauer von zehn Jahren in Köln nicht zu viel.
Für die Zukunft können wir uns vorstellen, dass neben den vielen, die hier hinkommen und schauen, beten, sich erinnern und anregen lassen, es vielleicht einmal im Jahr einen festgelegten Termin gibt, der an das heutige Datum erinnert - mit einem ökumenischen Taufgedächtnisgottesdienst, breiter Beteiligung und dem Bewusstsein kraft unserer Taufe im Glauben Geschwister zu sein.

Wir als ArGe Bap würden uns auch durch die jahrelange eigene Verbundenheit zum Baptisterium dieser Aufgabe annehmen, das Erinnern gerne begleiten und mitgestalten, damit dieser Ort gelebten Glauben in ökumenischer Verbundenheit immer wieder möglich macht.

Gottes Segen für alle, die mit dem Baptisterium am Dom, Kölns erstem Taufort, in Berührung kommen.