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Satzung für die Dekanatsräte der Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Köln

verabschiedet von der Vollversammlung des Diözesanrates am 9. Mai 1998 (gültig für alle Stadt- und Kreisdekanate).

 

 

§1 Grundlage

 

(1) Der Dekanatsrat ist der Zusammenschluss der Pfarrgemeinderäte und katholischen Verbände für das Gebiet eines Kreis- oder Stadtdekanats, eines Dekanats oder mehrerer Dekanate.

 

(2) Der Dekanatsrat gibt sich eine Bezeichnung, aus der sein Gebiet ersichtlich ist.

 

(3) Er ist das vom Bischof anerkannte Organ im Sinne des Konzilsdekrets über das Apostolat der Laien (Nr.26) und des Beschlusses der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Verantwortung des ganzen Gottesvolkes für die Sendung von Kirche" (III 2.2.2) zur Koordinierung der Kräfte des Laienapostolates und zur Förderung der apostolischen Tätigkeit in seinem Sachbereich.

 

(4) Der Dekanatsrat fasst seine Beschlüsse in eigener Verantwortung und ist dabei von Beschlüssen anderer Gremien unabhängig.

 

(5) Die Amtszeit beträgt 4 Jahre. 

 

 

§2 Aufgaben

 

Der Dekanatsrat hat als Vertretung der Katholiken in seinem Gebiet insbesondere die Aufgaben:

 

a) die Entwicklungen im kommunalen, staatlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Leben zu beobachten und die Anliegen der Katholiken in der Öffentlichkeit zu vertreten;

 

b) Anregungen für das Wirken der Katholiken in Kirche, Staat und Gesellschaft zu geben;

 

c) gemeinsame Initiativen und Veranstaltungen der Katholiken seines Gebietes vorzubereiten und durchzuführen;

 

d) zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung zu nehmen;

 

e) die Pfarrgemeinderäte bei der Durchführung ihrer Arbeit zu fördern sowie in Konfliktfällen seine Vermittlung anzubieten;

 

f) die katholischen Verbände, Organisationen und Gruppen unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit zu beraten und ihre Arbeit aufeinander abzustimmen;

 

g) Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung anzubieten, zu veranlassen oder durchzuführen;

 

h) bei der Festlegung der Schwerpunkte und Richtlinien der pastoralen Planung mitzuwirken;

 

i) den Dechanten und die Geistlichen des Dekanats in pastoralen Fragen zu beraten;

 

j) den Bischof bei der Ernennung des Stadt- bzw. Kreisdechanten zu beraten;

 

k) die Vertreter und Vertreterinnen des Dekanates in den Diözesanrat zu wählen und Beauftragte in andere Gremien zu entsenden.

 

 

§3 Organe

 

Organe des Dekanatsrat sind:

 

a) die Vollversammmmlung

b) der Vorstand.

 

 

§4 Mitglieder der Vollversammlung

 

(1) Mitglieder der Vollversammlung sind:

 

a) der Stadt-(Kreis-)dechant, die Dechanten sowie für jedes Dekanat zwei vom Klerus gewählte Seelsorgsgeistliche;

 

b) Vertreter und Vertreterinnen der Pfarrgemeinderäte. Jeder Pfarrgemeinderat entsendet einen Vertreter oder eine Vertreterin. Die Vollversammlung kann mit Zweidrittelmehrheit für die nächstfolgende Amtszeit beschließen, dass die Pfarrgemeinderäte mehr Vertreter oder Vertreterinnen entsenden können;

 

c) Vertreter oder Vertreterinnen der bischöflich anerkannten Organisationen und Verbände, die im Gebiet des Dekanatsrates bestehen. Ihre Zahl darf die der Vertreter oder Vertreterinnen der Pfarrgemeinderäte nicht übersteigen; ihre Wahl erfolgt auf einer vom Vorstand des Dekanatsrates einzuberufenden Versammlung der Verbände;

 

d) Mitglieder des Vorstandes, Leiter oder Leiterinnen sowie Geistliche Beiräte der Sachausschüsse oder Beaufragte des Dekanatsrates für bestimmte Sachaufgaben soweit sie nicht Mitglieder des Dekanatsrates sind;

 

e) die im Gebiet wohnenden Mitglieder des Diözesanrates und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

 

 

(2) Für die Mitglieder der Vollversammlung (1) b) und c) können von den entsendenden Gremien Ersatzdelegierte gewählt werden.

 

(3) Das Amt der Mitglieder der Vollversammlung gemäß §4 d) endet mit dem Abschluss der Sitzung, in der die Nachfolger gewählt werden. Bei der Wahl ihrer Nachfolger haben diese kein Stimmrecht.

 

 

 

§5 Vollversammlung

 

(1) Die Vollversammlung tritt mindestens einmal im Jahr, außerdem dann zusammen, wenn der Vorstand oder ein Viertel der Mitglieder des Dekanatsrates dies verlangt.

 

(2) Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder anwesend ist. Die Beschlussfähigkeit gilt solange als gegeben, bis das Gegenteil auf Antrag festgestellt wird. Ist die Beschlussfähigkeit festgestellt und erfolgt daraufhin eine erneute Ladung mit gleicher Tagesordnung, so bedarf es zur Beschlussfähigkeit der Voraussetzung des §5 (2) Satz 1 nicht mehr. Die Vollversammlung fast ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

 

(3) Für Bereiche die einer kontinuierlichen Beobachtungen und der ständigen Mitarbeit des Dekanatsrates bedürfen, kann die Vollversammlung Sachausschüsse beschließen.

 

(4) Die Vollversammlung nimmt die Berichte des Vorstandes und der Sachausschüsse entgegen.

 

(5) Die Vollversammlung beschließt den Haushaltsplan, billigt die Haushaltsabrechnung und bestellt die Rechnungsprüfer.

 

(6) Die Vollversammlung tritt spätestens fünf Monate nach dem Tag der Pfarrgemeinderatswahl zur konstituierenden Sitzung zusammen. In ihr wählt sie den Vorsitzenden oder die Vorsitzende, mindestens einen stellvertretenden Vorsitzenden oder eine stellvertretende Vorsitzende, die übrigen Mitglieder des Vorstandes und die Vertreter oder Vertreterinnen des Dekanatsrates im Diözesanrat. Die Mitgliedergruppen der Vollversammlung sollen angemessen berücksichtigt werden.

 

(7) Die Vollversammlung des Dekanatsrates kann für seine Organe und Sachausschüsse Geschäftsordnungen erlassen.

 

 

§6 Der Vorstand

 

(1) Dem Vorstand gehören an.

      - der Vorsitzende oder die Vorsitzende,

      - die stellvertretenden Vorsitzenden,

      - der zuständige Dechant

      - ein vom Klerus gewählter weiterer Geistlicher und bis zu acht weitere Vorstandsmitglieder.

 

(2) Der Vorstand wird von dem Vorsitzenden oder der Vorsitzenden mindestens vierteljährlich einberufen. Der Vorsitzende oder die Vorsitzende muss den Vorstand außerdem einberufen, wenn wenigstens drei Mitglieder oder der zuständige Dechant dies verlangen.

 

(3) Der Vorsitzende oder die Vorsitzende soll den Kreisdechanten zu den Sitzungen einladen.

 

(4) Der Vorsitzende oder die Vorsitzende kann die im Gebiet des Dekanatsrates wohnenden Mitglieder des Diözesanrates und des Zentralkomitees zu den Sitzungen des Vorstandes einladen.

 

(5) Der Vorstand bestellt einen Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin.

 

(6) Der Vorstand ist an Beschlüsse der Vollversammlung gebunden. Er entscheidet in Fragen, die nicht der Vollversammlung vorbehalten oder die zwischen den Sitzungen der Vollversammlung zu regeln sind und in allen Fragen, die ihm diese Satzung oder die Vollversammlung überträgt.

 

(7) Der Vorstand beruft die Mitglieder der Sachausschüsse. Zur Beratung aktueller Fragen kann der Vorstand ad-hoc-Ausschüsse einberufen.

 

(8) Ist eine Vertretung des Dekanatsrates in anderen Gremien vorgesehen, so nimmt der Vorstand die erforderlichen Benennungen vor, soweit nicht die Vollversammlung zuständig ist.

 

(9) Der Vorstand bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

 

(10) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes oder ein Vertreter bzw. eine Vertreterin des Dekanatsrates im Diözesanrates vorzeitig aus, so soll die nächste Vollversammlung eine Ersatzwahl vornehmen.

 

 

§7 Vorsitzende/r

 

(1) Der Vorsitzende oder die Vorsitzende vertritt den Dekanatsrat nach außen.

 

(2) Der Vorsitzende oder sie Vorsitzende beruft die Sitzungen der Vollversammlung und des Vorstandes ein und leitet sie.

 

(3) Der Vorsitzende oder die Vorsitzende bzw. die stellvertretenden Vorsitzenden sind in Ausübung ihrer Tätigkeit dem Vorstand gegenüber verantwortlich.

 

 

§8 Sachausschüsse

 

(1) Die Sachausschüsse haben die Aufgabe, die Organe des Dekanatsrates und die im Dekanat bestehenden Einrichtungen zu beraten, über die Entwicklung in ihrem Sachbereich zu informieren und gegebenenfalls Vorlagen zu erstellen sowie die Sachausschüsse der Pfarrgemeinderäte in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

(2) Die Mitglieder der Sachausschüsse brauchen nicht Mitglieder der Vollversammlung zu sein.

 

(3) Die Sachausschüsse wählen aus ihrer Mitte den Leiter oder die  Leiterin.

 

(4) Jeder Sachausschuss soll einen Geistlichen Beirat haben, der vom zuständigen Dechanten im Einvernehmen mit dem Vorstand ernannt wird. Der Geistliche Beirat soll in der Regel derselbe Geistliche sein, der im Dekanat mit der betreffenden Sachaufgabe betraut ist.

 

(5) Öffentliche Stellungnahmen der Sachausschüsse können nur in Übereinstimmung mit dem Vorstand abgegeben werden.

 

(6) Die Sachausschüsse, ihre Leiter oder Leiterinnen und Geistlichen Beiräte bleiben bis zur Konstituierung der neuen Sachausschüsse im Amt.

 

 

§9 Protokoll

 

Über die Sitzungen der Vollversammlung, des Vorstandes und der Sachausschüsse sind Ergebnisprotokolle anzufertigen und als amtliche Akten aufzubewahren. Sie unterliegen den vom Kirchenrecht vorgeschriebenen Visitationen.

 

 

§10 Schlussbestimmung

 

(1) Änderungen dieser Satzung bedürfen der Zweidrittelmehrheit der Mitglieder der Vollversammlung des Diözesanrates. Sie werden vom Erzbischof in Kraft gesetzt.

 

(2) Die vorstehende Satzung für die Dekanatsräte im Erzbistum Köln tritt mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt des Erzbistums Köln in Kraft. Sie ist für alle Dekanate des Erzbistums Köln verbindlich.